Silica-Gele

Silica-Gele

Ein weiterer Fokus unserer Interessen sind hochporöse Silica-Gele, die ein bisher nicht vollständig geklärtes elastisches Verhalten an den Tag legen. Obwohl diese Gele schon lange bekannt sind, geben sie sowohl den Experimentatoren als auch den Theoretikern noch einige harte Nüssen zum Knacken.

Die zentralen experimentellen Methoden, die in der Arbeitsgruppe eingesetzt werden, sind die Raman- und die Brillouinspektroskopie. Beide sind optische Spektroskopieverfahren mit jeweils unterschiedlichem Auflösungsvermögen, mit denen die Frequenzverschiebung eingestrahlen Laserlichts bei der Wechselwirkung mit Anregungen in ganz unterschiedlichen Systemen kondensierter Materie nachgewiesen werden kann. Mit der Ramanspektroskopie wird der Frequenzbereich von 10 cm-1 bis 5000 cm-1 bzw. der Energiebereich von 0.001 eV bis 0.6 eV abgedeckt, der den Bereich von Molekül- und Gitterschwingungen umfasst. Bei kleineren Frequenzen bzw. Energien (500 MHz bis 30 GHz bzw. 2 µeV bis 120 µeV) wird die Brillouinspektroskopie eingesetzt, mit der z.B. die Ausbreitung hochfrequenter Schallwellen (Hyperschall) untersucht werden kann. Für noch niedrigere Anregungenfrequenzen werden zusätzlich Ultraschall- und Laserreflektometrie- Untersuchungen eingesetzt.