SAXS

Röntgenkleinwinkelstreuung (SAXS)

Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen mit einer Wellenlänge von 0,01 nm bis 10 nm (Photonenenergie zwischen 100 eV und 1200 keV). Treffen Röntgenstrahlen auf eine Probe, so interagieren sie mit den Elektronen der Probe und gestreute Wellen werden emittiert. Die winkelabhängige Intensität lässt Rückschlüsse auf die Struktur der untersuchten Probe zu.

Da Längenskalen in der Probe und der Winkel der gestreuuten Intensität invers proportional zueinander sind (Bragg Gesetz), wird der Winkel unter dem Informationen über die Struktur erlangt werden umso kleiner, je größer die vermessenen Objekte werden. Daher eignet sich Kleinwinkelröntgenstreuung besonders, um Weiche Materie wie Polymermischungen, biologische Makromoleküle oder Mikroemulsionen zu betrachten.

Von Kleinwinkelröntgenstreuung spricht man bis zu einem Streuwinkel von 5°. Braggabstände von einigen wenigen bis zu ein paar hundert Nanometer können so untersucht werden. Die größte technische Herausforderung bei Messungen unter kleinen Winkeln liegt in der Vermeidung der Detektion des intensitätsreichen Primärstrahls bei gleichzeitiger Messung des schwach gestreuten Röntgenstrahls.

SAXS Anlagen

Molecular Metrology Aufbau

Cu-Anode

Punktfokus (3 Pinholes)

40 kv / 55 mA

2-dim Detektor

q-Bereich: (0,08 – 2,8) nm-1

Probenhalter für flüssige und feste Proben

Kratky-Kompakt Kamera

Cu-Anode

Liniefokus

40 kV / 40 mV

Punktdetektor

q-Bereich: (0,13 – 5,4) nm-1

Probenhalter für flüssige und feste Proben

Literatur

  • A. Guinier: X-Ray Diffraction in Cristals, Imperfect Crystals and Amorphous Bodies, Dover Publications (1956)
  • R.-Y. Roe: Methods of X-Ray and Neutron Scattering in Polymer Science, Oxford University Press (2000)
  • P. Lindner, Th. Zemb: Neutrons, X-Rays and Light: Scattering Methods Applied to Soft Condensed Matter, North-Holland (2002)

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